Fahrsicherheitstraining des Abschnittes Grafenstein in Mail 2019

Am Sonntag, den 13.10.2019 fand im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum in Mail das Fahrsicherheitstraining für die Feuerwehren des Abschnittes Grafenstein statt.

Der Lehrgang wurde wie auch schon in den letzten Jahren vom Abschnittsmaschinenmeister BM Gerhard Kozar organisiert. Mit dabei waren die Feuerwehren Ottmanach (TLFA1300), Pischeldorf (TLFA2000/200), Poggersdorf (RLFA2000), Radsberg (TLFA1000), Timenitz (TLFA3000) und Zell-Gurnitz (TLFA2000). Schwerpunkt des Trainings war das richtige Bremsen und das sichere Beherschen der schweren Einsatzfahrzeuge bei kritischen Fahrbahnverhältnissen. Die Erkenntnisse aus den Übungen fließen in weiterer Folge in die Ausbildung in der Feuerwehr ein. Abschnittsmaschinenmeister BM Gerhard Kozar und Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Christian Karlbauer waren vor Ort und dankten der Kameradin und den Kameraden für Ihre Interesse, sich auch auf diesem Gebiet weiterzubilden.

Text: FM Florian Scherwitzl, ÖA-Team Klagenfurt-Land
Fotos: LM Ing. Christoph Duller, OFM Sandra Träger, BA und FM Florian Scherwitzl, ÖA-Team Klagenfurt-Land

 

Sicherheitstag 2019 in der Marktgemeinde Poggersdorf

Der Kärntner Zivilschutzverband lud am Samstag den 28.09.2019 in die Marktgemeinde Poggersdorf zum Sicherheitstag ein. Die BürgerInnen der Gemeinde wurden am Hauptplatz die verschiedensten Einsatzorganisationen und ihre Tätigkeiten vorgestellt.

Die Feuerwehr Poggersdorf startete um 10 Uhr mit einer Räumungsübung der Volksschule Poggersdorf. Die Kinder wurden mit einer Leiter oder dem Sprungretter der Feuerwehr Grafenstein vom Gebäude gebracht. Weiteres befanden sich im Erdgeschoss eingeschlossene Personen, die unter schwerem Atemschutz gerettet wurden. Einige Stunden später durften sich auch die jüngsten Mitglieder der Feuerwehr Poggersdorf mit einer Schauübung präsentieren. Dabei war die Aufgabe eine brennende Hütte zu löschen. Diese Aufgabe wurde von den Florianijüngern hervorragend gemeistert. Am Ende des Sicherheitstages heulte dann ein letztes Mal die Sirene. Für die Einsatzkräfte galt es eine verletzte Personen aus einem verunfalltem Auto zu befreien. Die Kameradschaft der Feuerwehr Poggersdorf bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen der Sicherheitstages 2019 und beim Zivilschutzverband Kärnten für die Organisation.

Text: OFM Sandra Träger, BA (ÖA-Team Klagenfurt-Land)
Bilder: OFM Sandra Träger, BA (ÖA-Team Klagenfurt-Land) und FM Stefanie Schnögl (FF Poggersdorf)

 

Internationale Übung “AIRPLANE CRASH Karawanken 2019” in Feistritz im Rosental

Am 21. September 2019 fand in der Marktgemeinde Feistritz im Rosental die internationale Übung „AIRPLANE CRASH Karawanken 2019“ statt. Neben dem Land Kärnten, der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt-Land und dem Bezirksfeuerwehrkommando Klagenfurt Land mit zahlreichen Feuerwehren aus dem Bezirk nahmen auch sämtliche Einsatzorganisationen Kärntens an dieser Übung teil.

Die offiziellen Informationen des Landespressedienstes findet man unter folgendem Link: https://katinfo.ktn.gv.at/DE/sitemap/AirplaneCrash

Übungsverlauf 06:00 Uhr – 10:30 Uhr:

Bei der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) wurde seitens der Austro Control ein vermisstes Flugzeug gemeldet. Gleichzeitig meldete ein Wanderer eine Rauchsäule im Bereich des Bärensattels. Die FF Feistritz im Rosental als örtlich zuständige Feuerwehr wurde in der Erstphase zu dieser Rauchentwicklung alarmiert. Nach und nach wurden weitere Feuerwehren aus dem Abschnitt Rosental alarmiert und der Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Gerfried Bürger und Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Karl Heinz Mikl informiert. Nach bekannt werden, dass ein Airbus A319 mit 70 Passagieren im Bereich des Bärensattels abstürzte, wurden umgehend der KAT-Zug III des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes aktiviert und weitere Feuerwehren nach alarmiert. Zusätzlich wurden die Österreichische Bergrettung, die Österr. Rettungshundebrigade und die Hundestaffel des Samariterbundes alarmiert. Der Behördenkrisenstab und der Bezirkseinsatzstab des Bezirkes Klagenfurt-Land unter der Leitung von BI Klaus Wruming wurden aktiviert und die Verantwortlichen des Landes Kärnten informiert. Wegen des steilen Geländes mussten die Einsatzkräfte mit Hubschraubern des Bundesheeres und des Innenministeriums auf den Berg geflogen werden. Parallel dazu brach ein Waldbrand aus, der vom KAT-Zug bekämpft werden muss. Der Kat-Zug wird dabei von den Luftfahrzeugen des Bundesheeres und des BMI, sowie dem Flugdienst des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes unterstützt. Das italienische Löschflugzeug „Canadair CL 415“ nahm Löschwasser aus dem Weißensee auf und flog es in Richtung Waldbrand.

Die „Opfer″ wurden sowohl auf Kärntner, als auch auf slowenischer Seite mittels Hubschrauber verbracht. Die Waldbrandbekämpfung lief parallel dazu an. Die Mannschaft wurde von Sinach aus ins Einsatzgebiet geflogen, die Bambi-Buckets wurden im Bereich Matschach mit Löschwasser befüllt und flogen die Löschflüge in zahlreichen Rotationen zum Brandherd. Die Wasserentnahmestelle am Weißensee wurde von der Österreichischen Wasserrettung und der FF Weißensee gesichert. Um 13.30 Uhr wurde eine Pressekonferenz mit allen Beteiligten zur aktuellen Lage im Pressezentrum abgehalten. Das Ende der Übung ist am späten Nachmittag geplant, danach findet eine Schlussbesprechung im Rüsthaus Feistritz statt.

Ablauf in Feistritz vor Ort:

Mit dem Start der Übung wurden in Feistritz die Krisenstäbe der Behörden und der Feuerwehr (Gemeindeamt und FF Feistritz) bezogen. Das Pressezentrum wurde vom Landespressedienst im Kulturhaus Feistritz eingerichtet. Am Hauptplatz wurde von jeder teilnehmenden Einsatzorganisation ein INFO-Point für die Bevölkerung eingerichtet. Seitens der Feuerwehr wurde dieser vom ÖA-Team mit der TMB 32 der FF Ferlach und dem MZFA der FF St. Thomas am Zeiselberg als Ausstellungsfahrzeuge betrieben. Auch die Feuerwehrfachpresse war vor Ort – Jörg Würzelberger von FEUERWEHROBJEKTIV besuchte die Übung persönlich, wofür wir uns auch recht herzlich bedanken. Neben Landesfeuerwehrkommandant-Stv. LBDS Dietmar Hirm, Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, LR Ing. Daniel Fellner, die Bürgermeisterin Sonya Feinig sowie die KAT-Beauftragten des Landes Kärnten RR Markus Hudobnik, Christian Gamsler und zahlreiche Pressevertreter und Vertreter der Einsatzorganisationen besuchten uns auf unserem INFO-Stand. Fotografen des ÖA-Teams Klagenfurt-Land versorgen den Landespressedienst mit Fotos von der Absturzstelle und vom Weißensee – herzlichen Dank für die Zusammenarbeit!

Teilnehmende Organisationen:

Feuerwehren aus den Bezirken Klagenfurt-Land,  Klagenfurt-Stadt und die FF Weißensee
Behördenvertreter des Landes Kärnten und der BH Klagenfurt-Land
Flughelfer der Feuerwehr aus ganz Kärnten
Einsatzorganisationen aus Italien und Slowenien
Bundesministerium für Inneres (Polizei und Flugpolizei)
Rettungshubschrauber Christophorus 11
Österreichisches Bundesheer
Österreichische Bergrettung
Österreichische Wasserrettung
Österreichische Rettungshundebrigade
Rotes Kreuz
Samariterbund Hundestaffel und Rettungsdienst
Zivilschutzverband
mit insgesamt circa 550 Einsatzkräften auf Kärntner Seite

FOTO-Sammlung auf der Dropbox des BFKDO

Pressespiegel:

Landespressedienst Kärnten: https://katinfo.ktn.gv.at/DE/sitemap/AirplaneCrash
Kleine Zeitung: https://www.kleinezeitung.at/kaernten/5693534/Proben-fuer-den-Ernstfall_Passagierflugzeug-in-Kaernten
ORF Kärnten: https://kaernten.orf.at/stories/3013849/

Text: BI Ing. Stefan Krammer und OBM Ing. Stefan Werdinig (ÖA-Team Klagenfurt-Land)
Bilder: LM Ing. Christoph Duller, OFM Sandra Träger, BA und FM Florian Scherwitzl, BM Thomas Holzer und LM Mag. Christian Lauer (ÖA-Team Klagenfurt-Land), Arno Pusca (Bundesheer)

Abschnittsübung Grafenstein Teil 2 in Timenitz am 13. September 2019

Am 13. September 2019 nahmen 100 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden an der Abschnittsübung Grafenstein Teil 2, ausgetragen von der FF Timenitz, teil.

Die Übung wurde in drei Szenarien aufgeteilt:

1. Wirtschaftsgebäudebrand

In der Ortschaft Haag stand ein Wirtschaftgebäude in Folge von Schweißarbeiten in Brand. Dabei galt es einerseits die Brandbekämpfung durchzuführen und vermisste Personen aufzufinden. Des Weiteren musste über mehrere hundert Meter eine Versorgungsleitung aufgebaut werden. Eine Einsatzleitung als Führungsunterstützung für den Einsatzleiter wurde gebildet. An diesem Szenario waren die Feuerwehren Maria Saal, Ottmanach, Pischeldorf, Stegendorf und St. Thomas am Zeiselberg sowie das Rote Kreuz mit einem RTW beteiligt.

2. Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen

Im Ortsgebiet von Leibnitz ereignete sich ein Verkehrsunfall, zwei Personen wurden dabei eingeklemmt. Da es zu starker Rauchbildung kam, ging der Angriffstrupp zum Eigenschutz anfangs mit schwerem Atemschutz vor. Die eingeklemmten Personen wurden mittels hydraulischem Rettungsgerät befreit. An diesem Szenario waren die Feuerwehren Ottmanach und St. Michael am Zollfeld beteiligt.

3. Menschenrettung im unwegsamen Gelände

In Timenitz stürzte eine Person mit dem Rad mehrere Meter über eine Böschung in unwegsames Gelände ab. Der MRAS Trupp des Abschnittes Grafenstein führte die Personenrettung durch. Hierbei waren die Feuerwehren Grafenstein, Poggersdorf, St. Thomas am Zeiselberg und Zell-Gurnitz beteiligt.

Die Übungsbeobachter AFK ABI Christian Karlbauer, sein Stellvertreter HBI Gerald Kerschbaumer und Bürgermeister Andreas Scherwitzl gaben nach Übungsende ihr Statement zur Übung ab und bedankten sich bei den 100 Kameradinnen und Kameraden für die Teilnahme und bei der FF Timenitz für die Planung und Verköstigung im Anschluss an die Übung.

Bericht: FM Florian Scherwitzl, ÖA-Team Klagenfurt Land

Fotos: Andreas Scherwitzl und FM Florian Scherwitzl

Mitglieder der MRAS-Trupps des Abschnittes Grafenstein übten auf der Burgruine Gurnitz den Ernstfall

Am 29.06.2019 fanden sich zahlreiche Kameraden des Abschnittes Grafenstein zur Abschnitts-MRAS-Übung in Gurnitz ein.

Unter der Übungsleitung von BI Christian Damej begaben sich die Trupps zur nahegelegenen Burgruine. Erst vor Kurzem mussten die Kameraden der FF Gurnitz zu einem Brandeinsatz auf die Burgruine ausrücken. Damals stellte das Gelände eine große Herausforderung dar, da es keinen gesicherten Weg auf die Ruine gibt.

Bei der Übung wurde angenommen, dass sich eine Person auf der Ruine so schwer verletzt hat, dass diese nicht mehr selbstständig absteigen konnte.

Übungsziele:

  • Auffrischung der Rettungsmöglichkeiten
  • Aufbau eines Seilgeländers zur Ruine
  • gesicherter Vorstieg
  • aktives Abseilen
  • passives Abseilen
  • Abseilen einer Person mittels Korbschleiftrage
  • Aufbau eines Express-Flaschenzuges

Die nächste MRAS Abschnittsübung des Abschnittes Grafenstein findet am 07.09.2019 statt.

Bericht und Fotos: LM Mag. Christian Lauer, ÖA-Team BFKDO Klagenfurt Land

Bezirksübergreifende Wasserdienstübung am Wörthersee

Am Samstag den 18. Mai 2019 fand am Wörthersee, unter dem Kommando des Bezirkes Klagenfurt-Land, eine großangelegte Wasserdienstübung statt. Mit Feuerwehren aus den Bezirken Klagenfurt Stadt, Klagenfurt Land sowie Villach Land wurden bei dieser Übung zwei Szenarien für den Ernstfall geübt.

Um 8 Uhr startete der Übungsbeginn für das Erste Szenario: Am Wörthersee verlor ein Linienschiff durch einen technischen Defekt ca. 300 Liter Treibstoff, die sich in der Nähe des Natura 2000 Gebiet Walterskirchen großflächig am See verteilten. Dieses ökologisch sehr sensible Landschaftsgebiet galt es mit allen am Wörthersee verfügbaren Nolte Ölsperren zu schützen. In mehrere Etappen wurden auf einer Länge von ca. 1.100 Metern rund um die Halbinsel Walterskirchen Ölsperren verankert und Ölwehrmaßnahmen eingeleitet. Bis dato wurde in Kärnten eine solch große Länge an Ölsperren noch nie eingesetzt bzw. erprobt.

Ziemlich zeitgleich zu dem ersten Szenario startete auch das Szenario Zwei mit dem Schwerpunkt für den Tauchdienst: Im Uferbereich von Reifnitz wurden größere Mengen Sperrmüll in den Wörthersee entsorgt. Die Aufgabe der Tauchgruppe war es, diesen Sperrmüll zu lokalisieren, zu markieren und ggf. auch zu bergen.

Beide Übungsszenarien wurden erfolgreich abgearbeitet und erbrachten wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall. Die Zusammenarbeit der insgesamt 12 Feuerwehren aus 3 Bezirken und der Österreichischen Wasserrettung Krumpendorf funktionierte einwandfrei. Insgesamt waren über 60 Kameradinnen und Kameraden mit 11 Einsatzbooten und 13 Fahrzeugen an dieser Übung beteiligt.

Text und Bilder: BM Holzer Thomas (ÖA-Team Klagenfurt-Land)

 

Atemschutzübung FF Ferlach – Tscheppaschlucht

Nicht nur mit dem ÖFAST Test kann man die Leistungsfähigkeit seiner Atemschutzträger testen, sondern auch mit einer Übung etwas anderer Art. Am 13. Mai 2019 stellten sich zwölf Atemschutzträger der FF Ferlach einer speziellen Herausforderung.

Mit drei Langzeitatmern, drei Doppelcompositgeräten, drei Einfachcompositgeräten und drei PA 94 galt es die Tscheppaschlucht zu bewältigen. In ca. 1 ¼ Std. wurden die 4,5 km und 250 hm lange Strecke, mit unzähligen Stufen, Felsen und Leitern gespickt, durchgangen. Mit den Langzeitatmern und den Doppelcompositgeräten wurde das Ziel nach schweißtreibenden Marsch erreicht. Mit den zwei anderen Gerätetypen konnte mehr als die Hälfte der Schlucht mit nicht weniger Anstrengung durchgangen werden bis der Luftvorrat zu Ende ging. Mit einer Übung dieser Art stellten alle teilnehmenden Atemschutzträger ihre immense Leistungsfähigkeit an den Tag. Ziel war es auch alle herkömmlichen Atemschutzgeräte bis zum letzten Zug auszuatmen, um die tatsächliche Einsatzzeit auszuloten, was auch von allen Atemschutzträgern durchgeführt wurde. Wie groß die Anstrengung war, sieht man auch daran, dass alle Geräte zum Schluss komplett vereist waren. Am Ziel angekommen wurden wir durch die Familie Tschauko im GH Deutscher Peter in unnachahmlicher Weise versorgt. Vielen Dank allen die an dieser Übung teilgenommen haben und dem „GH Deutscher Peter“ für seine Gastfreundlichkeit.

Bericht und Fotos: HBI Hans Esterle, FF Ferlach

Abschnittsübung Grafenstein Teil 1 in Grafenstein am 26. April 2019

Am 26. April wurde die Abschnittsübung von der Freiwilligen Feuerwehr Grafenstein durchgeführt, an welcher die Freiwilligen Feuerwehren Poggersdorf, Ebenthal, Zell-Gurnitz, Mieger und Radsberg teilnahmen.

Um 19 Uhr wurden alle Feuerwehren vom Florian Grafenstein alarmiert. Grund der Alarmierung war ein Verkehrsunfall PKW gegen LKW mit mehreren eingeklemmten Personen auf einem Betriebsgelände in Oberwuchel.

Da es sich beim Erkunden, herausstellte, dass es sich um 3 Schadstellen handelte wurde eine Führungsunterstützung eingerichtet, welche einen Bereitstellungsraum einrichtete.

An der Einsatzstelle gab es insgesamt 3 Schadstellen abzuarbeiten:

Schadstelle 1 war ein PKW, welcher unter einen Anhänger gefahren war.
Der Anhänger musste zuerst etwas angehoben und gesichert werden. Zeitgleich wurde der Brandschutz und Beleuchtung aufgebaut und ein Rettungsplatz eingerichtet. Danach wurde das Fahrzeug mittels Greifzug herausgezogen um mit dem hydraulischen Rettungssatz die eingeklemmte Person zu befreien.

An der Schadstelle 2 war die Annahme, dass sich ein Ladegut gelöst hatte und dieses auf einem PKW zu liegen kam. Dadurch war eine Person in Fahrzeug eingeklemmt. An dieser Schadstelle galt es die tonnenschwere Betonplatte vom Dach des PKWs zu entfernen und diese zu sichern. Während dessen wurde auch hier ein Brandschutz aufgebaut die Beleuchtung hergestellt und ein Rettungsplatz eingerichtet. Diese Betonplatte wurde mit 2 Seilwinden vom PKW entfernt damit auch dort mit hydraulischem Rettungsgerät die Person befreit werden konnte.

Bei der Schadstelle 3 handelte es sich um einen Brandmelder, welcher auf einem Zementsilo angeschlagen hatte. Unverzüglich wurde eine TLF mit einem Atemschutztrupp zum Silo beordert. Ziel dieses Szenarios war es mit Atemschutz eine C-Angriffsleitung auf das Silo aufzuziehen.

Nach ca. einer Stunde konnten alle Szenarien erfolgreich bewältigt werden.
Bei der anschließenden Schlussbesprechung gaben die Führungsunterstützung und die einzelnen Einsatzleiter der Schadstellen einen kurzen Lagebericht.

Nach der Schlussbesprechung wurden alle Beteiligten in das Rüsthaus Grafenstein zu Speiß und Trank eingeladen.

Ein großer Dank gilt den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grafenstein für die Organisation dieser Übung und allen welche daran teilnahmen. Ein Dank gilt auch den anwesenden Funktionären bzw. Beobachtern.

Bericht und Fotos: BM Reinhard Odrei, ÖA-Team Klagenfurtland

MRAS-Weiterbildung im Abschnitt Rosental

Am Vormittag des 06.04.2019 um 08:00 Uhr trafen sich 23 Kameraden mit MRAS Ausbildung zur jährlichen Weiterbildung des Abschnittes Rosental in Göltschach.

Das Übungsgebiet war ein steiler Abhang Richtung Drau wenige 100 Meter vom Rüsthaus entfernt. Zuerst wurden in vier kleineren Gruppen die Kenntnisse je nach Ausbildungsstand wiederholt und aufgefrischt. Nach einer kurzen Pause ging es gegen 10:30 Uhr zu einer praktischen Übung. In jeweils zwei Szenarien musste eine verletzte Person mittels Schleifkorbtrage über mehrere Seillängen im unwegsamen Gelände nach oben gebracht werden. Nach dieser schweißtreibenden Übung wurden wir im Rüsthaus der FF Göltschach verpflegt. Vielen Dank für die Organisation und Verköstigung.

Text und Bilder: HBI Hans Esterle, FF Ferlach

Tunnelübung auf der Südautobahn (A2) im Tunnel Kreuzergegend

Am 12. März 2019 fand im Tunnel Kreuzergegend auf der Südautobahn (A2) im Fahrtrichtung Wien eine groß angelegte Tunnelübung, ausgerichtet durch die ASFINAG statt. Die Übungsannahme war ein Brand im 600 Meter langen Tunnel mit mehreren verletzten Personen.

Gemäß Ausrückeordnung „Alarmstufe 2“ für die Erstalarmierung beim Brand im Tunnel, wurden die Feuerwehren Poggersdorf, Grafenstein, Pischeldorf und Völkermarkt über die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) verständigt. Von den ersteintreffenden Kräften wurde nach der Erkundungsphase die Alarmstufe 3 angefordert, da ein hoher Bedarf an Atemschutzgeräteträgern erforderlich war. Somit wurden die Feuerwehren Ebenthal, St. Thomas am Zeiselberg, Griffen und St. Georgen am Sandhof alarmiert. In der Verrauchten Tunnelröhre in Fahrtrichtung Wien wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen und einem Fahrzeugbrand angenommen.

Mit Atemschutztrupps zu je 5 Mann wurde in den Tunnel vorgedrungen. Parallel dazu wurde eine Einsatzleitung und eine Führungsunterstützung am Portal errichtet. Als zentrales Kommunikationsmedium im Tunnel wurde der installierte Tunnelfunk herangezogen. Neu war, dass die Atemschutztrupps in Fünfer-Trupps in den Tunnel eingingen. Die „saubere Röhre“, also jene in Fahrtrichtung Klagenfurt wurde als Rettungsweg herangezogen. Über die Querschläge wurden die geborgenen Personen von den Atemschutztrupps an die Rettungstrupps übergeben. Diese brachten die Verletzten aus dem Tunnel und übergaben diese an das Rote Kreuz zum Abtransport. Getestet wurde auch das LUF, ein Hochleistungslüfter der FF Völkermarkt, um den Tunnel rauchfrei zu bekommen. Insgesamt waren bei der Übung an die 150 Einsatzkräfte der 8 Feuerwehren, des Roten Kreuzes und der Polizei im Einsatz.

Die Figuranten wurden professionell vom Roten Kreuz geschminkt und für die Übung vorbereitet. Die Übungsbeobachter waren einerseits Funktionäre aus den Reihen der Feuerwehr, andererseits Vertreter der ASFINAG, der Exekutive und des Roten Kreuzes. Als Übungsbeobachter konnte der Feuerwehr-Übungsleiter BR Josef Matschnig Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter LBDS Dietmar Hirm, Bezirksfeuerwehrkommandant von Völkermarkt OBR Helmut Blazej und die eigenen Bezirksfunktionäre ABI Karl-Heinz Mikl, ABI Christian Karlbauer, OBI Gerald Kerschbaumer, HBI Hans Esterle begrüßen. Generell gab es ein positives Resümee, die Tunnelübung in dieser Größenordnung hat gut funktioniert. Erkenntnisse, die bei dieser Übung gewonnen wurden, fließen in die weitere Ausbildung und Einsatzplanung ein.

Text und Videoschnitt: BI Ing. Stefan Krammer (ÖA-Team Klagenfurt-Land)
Fotos: OFM Sandra Träger, BA, FM Florian Scherwitzl (ÖA-Team Klagenfurt-land) und BI Erich Varch (BFKdo Völkermarkt)